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Kathrin Radke

Ft; Über das Recht auf Faulheit

Das Leben ist kein Garten Eden. Tagein, tagaus, müssen dringende Dinge, anstehende Aufgaben erledigt und Pflichten verrichtet werden. Gefangen im immer gleichen Alltagsstress kommt ständig ein Muss daher, selten ein Kann, kaum ein Darf. Ist die Werktagswoche um, fällt man kopfüber in die Kissen und bleibt dort auch so lange, bis die freien Tage vorüber sind und der Wecker den Start in den Montag einläutet. Das ist vonnöten wie wonnevoll, denn nach Mühsal hilft nur Muße und was gibt es Schöneres als das faule Leben. Ja, wie schön ist es doch, mal so richtig auszuspannen, sich gehen zu lassen und bedingungslos abzuhängen.
Der Traum vom Faulsein und das Streben nach dem bequemen Leben ist alt – aber auch außerordentlich aktuell. Denn Däumchen drehen wird zur Zeit des Leistungslebens nicht gern gesehen. Stattdessen wollen und vor allem sollen alle immer mehr leisten, immer schneller, immer effizienter sein. Das kommt nicht nur in elitären Sphären vor, im Büro, unter aufstrebenden Kollegen, ist nicht nur bei Studenten und zukünftigen Absolventen zu sehen. Drum ist “Ft” für viele:
“Ft” soll denen gefallen, die von der Arbeitswut befallen sind, die nur noch schuften, selten leben, niemals liegen, die ständig den Sinn suchen und immer mehr wollen. Aber “Ft” ist auch für Faule, die das Nichtstun zelebrieren und deren einzige Bewegung im Müßiggang besteht, die gerne die Seele baumeln und die Hände ruhen lassen. “Ft” steht für Faulheit, ist eine Ode an das Nichtstun, das während meiner Bachelor-Arbeit leider viel zu kurz gekommen ist.

Kontakt

Betreuender Professor
Prof. Dr. Max Ackermann

Modul
Verbale Kommunikation
Grafikdesign

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